Projektarbeit Nähen 2020

Auf Instagram habe ich ja ein paar mal einen Ausschnitt aus meiner Projektarbeit gezeigt und einige wollten unbedingt die Endergebnisse sehen. Für die, die es noch nicht wissen: ich belege seit Herbst 2018 ein halbtägiges Studium in Modedesign, um mich weiterzubilden. Nach den ersten Semestern Modezeichnen und Schnittkonstruktion war nun endlich das Nähen dran.

Für die Projektarbeit habe ich mir ein paar meiner Entwürfe aus dem ersten Semester noch einmal näher angesehen und mich selbst vor die Herausforderung gestellt diese umzusetzen.

Das erste Kleidungsstück, welches ich euch ein wenig zeigen möchte, ist dieses Kleid mit einem geometrischen Rock.

Die Umsetzung des Kleides war sehr kompliziert – das Rockteil besteht aus sage und schreibe 164 Einzelteilen, die einzeln beklebt wurden. Dazu kommt das Oberteil und der Futterock (Das Kleid ist komplett gefüttert). Der Verschluss erfolgt oben mit einem Haken und einer Öse und mit Hilfe eines nahtverdeckten Reißverschlusses in der hinteren Mitte.

Natürlich bin ich eine solche Perfektionistin, die an dem finalen Teil noch viel auszusetzen hat – aber es ist nunmal nur ein Einzelstück und wird auch ein solches bleiben. Diesen Rock will sicher niemand nachnähen!

Als nächstes zeige ich euch den Mantel. Das ist das alltagstauglichste und klassischste Kleidungsstück dieser Mini-Kollektion. Durch dieses Kleidungsstück habe ich nicht nur in der Schnittkonstruktion, sondern auch im Nähen mein Wissen grundtief erweitert.

Bei der Umsetzung hatte ich auch hier und da so meine Problemchen aber im Nachhinein betrachtet waren das alles keine schwerwiegenden Sachen. Teilweise hatte ich das Gefühl mehr aufzutrennen, als zu nähen.

Leider habe ich hier gar keine Fotos von innen gemacht – der Mantel ist nämlich auch komplett gefüttert und hierfür habe ich einen gemusterten Stoff verwendet. Für außen habe ich einen leichten Köper benutzt, den ich sogar noch mit Stofffarbe in der Waschmaschine umgefärbt habe, damit er mehr meinen Vorstellungen entspricht – vorher hatte er ein kräftiges lila und mit einer Packung kräftigem Pink habe ich so ein Art beerigen Ton hinbekommen.

Die Knöpfe sind komplett zweireihig angenäht – für eine alltagstauglichere Variante würde ich jedoch die eine Reihe eher zur Zierde aufnähen, denn das Knöpfen von 10 Knöpfen dauert mir dann irgendwie doch zu lang.

Einen ähnlichen Mantel könnte ich mir auch gut als Schnittmuster für fortgeschrittene NäherInnen vorstellen, denn anders als ich hättet ihr ja eine tolle Nähanleitung dazu – was meint ihr?

Das Top ist so ein Kleidungsstück, welches auch mehr nur zum Schönaussehen ist.

Zunächst habe ich ein wieder komplett gefüttertes Oberteil erstellt, auf welches ich dann die „Drachen“-Teile aufgenäht habe. Der linke Teil der „Drachen“ ist jeweils mit Biesen versehen und hat somit eine interessante Struktur. Die Drachen sind auch nur in der Mittellinie aufgenäht, sodass sie einen 3D-Effekt erzeugen.

Ich könnte noch so viel dazu schreiben – stellt mir doch einfach Fragen, wenn ihr noch etwas spezifischer wissen möchtet!

So nun wisst ihr auf alle Fälle, was ich die letzten Wochen und Monate so getrieben habe, wenn es recht Still auf meinen Kanälen war.

Alles in allem bin ich doch recht zufrieden mit meiner Leistung und der Umsetzung meiner Ideen – auch wenn die Resultate nicht unbedingt alltagstauglich sind. Aber ich habe das Gefühl, dass ich mich in der Vergangenheit bei meiner Kreativität zu oft von der Alltagstauglichkeit habe bremsen lassen, sodass dies einmal eine gelungene Abwechslung ist, welche mir sicher Inspiration für neue (auch alltagstaugliche) Werke gibt.

Eure Sophie

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